Welche Matratze kaufen?

Hier findet Ihr die Antworten…

Etwa ein Drittel des Lebens verbringt jeder Mensch mit Schlafen. Um morgens ausgeruht den Tag zu beginnen, ist vor allem ein erholsamer und ausreichender Schlaf nötig. Und dafür braucht man eine gute Matratze. Wenn die Matratze nicht auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist, drohen gesundheitliche Beschwerden wie Muskelverspannungen, Rückenschmerzen und schlimmstenfalls Bandscheibenprobleme. Umso wichtiger ist daher die Wahl der richtigen Matratze. Viele Menschen schieben die Entscheidung lange vor sich her, da die Vielfalt an Modellen und Materialien häufig für Verwirrung sorgt. Deshalb gibt es den Matratzenratgeber welche-matratze-kaufen.de.

Auf welche-matratze-kaufen.de findet Ihr alle wichtigen Informationen rund um das Thema Matratzen sowie auch aktuelle Testberichte, Tipps und Videos.

Qualitätsmerkmale guter Matratzen

So erkennt Ihr qualitativ hochwertige Matratzen!

Ein guter und gesunder Schlaf steht und fällt mit der Qualität einer Matratze. Wenn Ihr morgens  Rückenschmerzen habt und Euch wie gerädert fühlt, liegt das oft mit hoher Wahrscheinlichkeit an einer für die persönlichen Bedürfnisse ungeeigneten Matratze. Um eine passende und qualitativ hochwertige Matratze erkennen zu können, sollte man einige Qualitätsmerkmale beachten, die Ihr nachstehend findet:

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Liegezonen

Ein wichtiges Merkmal guter Matratzen ist die Einteilung in unterschiedliche Liegezonen. Diese ermöglichen dem Körper eine optimale Bettung und bieten somit den bestmöglichen Liegekomfort während des Schlafes. Der Körper sinkt an Stellen wie Schultern und Becken tiefer ein. Auf diese Weise bleibt die Wirbelsäure in einer natürlichen, geraden Stellung und kann auch bei Wechsel der Schlafposition optimal entlastet werden. Die Anzahl der Liegezonen allein sagt noch nichts über die Qualität der Matratze aus. Gewicht, Schlafposition und Körpergröße spielen bei der Auswahl eine Rolle. Durch ein Probeliegen vor dem Kauf sollten Matratzen mit 3, 5, 7 oder 9 Liegezonen getestet werden.
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Raumgewicht

Das Raumgewicht (RG) ist ein technisches Maß, das vor allem bei Kaltschaummatratzen, Latex- und Viskoschaummatratzen Aufschluss über deren Haltbarkeit gibt. Es gibt an, wie viel Kilogramm Material in einem Kubikmeter Schaumstoff zur Herstellung des Matratzenkerns verwendet wurde. Durch das Aufschäumen bilden sich im Rohmaterial winzige Poren, die für eine gute Luftzirkulation im Matratzenkern sorgen. Entstehen während des Aufschäumens im Rohmaterial zu viele Lufteinschlüsse, ist die Formstabilität des Matratzenkerns nicht mehr gewährleistet. Das wiederum verringert die Lebensdauer der Matratze. Man sollte allerdings nicht die Raumgewichte verschiedener Matratzen untereinander vergleichen. Das Raumgewicht ist neben dem Herstellungsverfahren auch von den verwendeten Materialien abhängig; daher besitzen Latexmatratzen, die aus Naturkautschuk hergestellt sind, ein höheres Raumgewicht als andere Modelle.
Geringes Raumgewicht
Matratzen mit geringem Raumgewicht haben einen Kern mit geringer Rohdichte und großem Porenvolumen. Aufgrund der fehlenden Formstabilität besitzen sie eine schlechte Rückstellfähigkeit. Nach einem Positionswechsel findet der Matratzenkern daher nur bedingt und äußerst langsam in seine ursprüngliche Form zurück. Dadurch liegen Matratzen dieser Art schneller durch und neigen zur Kuhlenbildung. Mit einem niedrigen Raumgewicht von 20-25 übersteigt die Lebensdauer einer Matratze keine 2 Jahre. Für gute Kindermatratzen ist aufgrund der geringen Belastung ein Raumgewicht unter 30 ausreichend und stellt keinen Qualitätsmangel dar.
Hohes Raumgewicht
Matratzen mit hohem Raumgewicht besitzen einen Kern mit hoher Rohdichte und einem geringen Anteil an Lufteinschlüssen im Material. Gute Kaltschaummatratzen erhält man ab einem Wert von 30 bis 40 RG. Sehr hochwertige Matratzen haben ein Raumgewicht von mindestens 50. Sie zeichnen sich durch eine Lebensdauer von ca. 10 Jahren aus. Matratzen mit einem Raumgewicht von 75 sind auch länger als 10 Jahre haltbar. Als Faustregel kann man sich merken: je höher das Raumgewicht, umso langlebiger die Matratze! Ein hohes Raumgewicht geht nicht zwangsläufig mit einem festeren Liegegefühl einher. Die Festigkeit einer Matratze wird vielmehr durch die Stauchhärte bestimmt. Im nächsten Punkt gehen wir genauer auf diesen Wert ein.
Raumgewicht berechnen
Mithilfe dieser Formel lässt sich das Raumgewicht einfach berechnen:

Gewicht (kg) Länge x Breite x Höhe (m3) = RG (kg/m³)

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Stauchhärte

Bei den Schaumstoffmatratzen wie etwa Viskoschaum- und Latexmatratzen ist die Stauchhärte ein Maß für die Matratzenhärte. Sie bezeichnet die aufzuwendende Kraft, um einen Schaumstoffblock auf 40 % seiner ursprünglichen Höhe zusammenzudrücken. Die Einheit für die Stauchhärte, kPA (Pascal), ist ein einheitliches Maß für die Festigkeit bzw. Nachgiebigkeit von Schaumstoffen.

Je höher dieser Wert ist, umso schneller erlangt der Schaum nach Wechsel der Liegeposition seine ursprüngliche Form zurück. Ein hoher Stauchhärtewert bescheinigt der Matratze eine optimale Belastbarkeit. Unangenehme Liegekuhlen können durch den Kauf einer Matratze mit hoher Stauchhärte vermieden werden. Personen mit höherem Körpergewicht wird in der Regel zu festen Kaltschaummatratzen mit hoher Stauchhärte von ca. 40 kPA geraten, um dem Körper eine ausreichende Stütze bieten zu können. Andererseits beeinflusst eine zu hohe Stauchhärte negativ orthopädische Merkmale einer Matratze. So etwa kann der “Memory Effekt” bei Viskoschaummatratzen nicht effektiv genutzt werden, wenn der Stauchhärtewert nicht adäquat ist.

Eine niedrige Stauchhärte führt zu einem weichen Liegegefühl. Die Matratze wird als dementsprechend nachgiebig wahrgenommen, auch wenn hier individuelles Empfinden eine große Rolle spielt. Sehr billige Matratzen weisen häufig eine zu niedrige Stauchhärte auf und beeinträchtigen dadurch den Schlafkomfort. Ein zu tiefes Einsinken sollte vermieden werden, um orthopädischen Beschwerden vorzubeugen. Der Mindestwert für die Stauchhärte sollte in der Regel 35 kPA nicht unterschreiten. Eine Ausnahme bilden Kindermatratzen, die mit einem Wert von 30 kPA auskommen. Auch bestimmte Kaltschaummatratzen mit einer Stauchhärte von 30 kPA sind nicht automatisch qualitativ minderwertig. Sie sollten allerdings nur von Personen mit geringem Körpergewicht benutzt werden.

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Kernhöhe

Je höher der Matratzenkern ist, umso besser wird der Körper während des Schlafs gestützt. Die optimale Kernhöhe hängt vom Körpergewicht ab. Idealerweise sollte eine Matratze mit einer Kernhöhe zwischen 14 und 19 cm gewählt werden.
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Gesamthöhe

Rückenschmerzen, Bandscheibenprobleme und verspannte Nacken- und Schultermuskulatur: Diese unangenehmen Beschwerden können durch eine zu dünne Matratze hervorgerufen werden. Vor allem Seitenschläfer sinken dann an Becken- und Schulterbereich zu weit ein. Abhängig von Körpergröße und Statur sollte eine ideale Gesamthöhe zwischen 19 und 24 cm liegen. Eine sogenannte “Komforthöhe” bieten hochwertige Matratzen ab einer Gesamthöhe von 25 cm. Älteren Personen wird mit einer höheren Matratze das Aufstehen bzw. Hinlegen erleichtert. Bei Kindern spielt die Matratzenhöhe normalerweise keine große Rolle, da sie ein geringes Körpergewicht haben. Eine Gesamthöhe von 10 cm kann schon ausreichend sein.

Matratzen-Härtegrade

Welcher Härtegrad ist der richtige?

Matratzen-Härtegrade bestimmen die Festigkeit einer Matratze, allerdings sind Matratzen-Härtegrade nicht genormt, was bei Verbrauchern oft Verwirrung stiftet. Dennoch kann man sich an den Vorgaben der Matratzenhersteller orientieren, die in der Regel die Härtegrade H1, H2 und H3 verwenden. Doch welcher Härtegrad ist nun der richtige? Um eine optimale Stütze der Wirbelsäule zu gewährleisten, ist die Wahl des richtigen Härtegrads abhängig von Körpergewicht und Körpergröße. Auch Schlafgewohnheiten, Allergien und körperliche Beschwerden spielen eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Matratzen-Härtegrads.

Matratzenhärtegrade
H1 – Härtegrad 1
Personen mit niedrigem Körpergewicht bis ca. 60 kg tendieren meist zu diesem Härtegrad. Auch für Kinder sollte der Matratzen-Härtegrad H1 gewählt werden. Das Liegegefühl kann grundsätzlich als sehr weich beschrieben werden. Man sollte vor dem Kauf aber auf jeden Fall Probe liegen, um auch sicherzustellen, dass der H1 Härtegrad die richtige Wahl ist.
H2 – Härtegrad 2
Der Härtegrad H2 ist für Personen mit einem Gewicht zwischen 60 und 80 kg sowie durchschnittlicher Körpergröße geeignet und bietet ein mittelfestes Liegegefühl.
H3 – Härtegrad 3
Mit einem Gewicht zwischen 80 und 100 kg ist der H3 die beste Wahl. Das Liegegefühl ist eher hart und für diese Gewichtsklasse definitiv zu empfehlen.
H4 – Härtegrad 4
Ab einem Gewicht von 100 kg sollte man den Härtegrad H4 wählen. Matratzen mit diesem Härtegrad sind relativ hart und für diese Personengruppe am besten geeignet.
H5 – Härtegrad 5
Der Matratzen-Härtegrad H5 ist für stark übergewichtige Personen ab 130 kg Körpergewicht geeignet, allerdings wird dieser Härtegrad nur selten angeboten.

Härtegrad zu niedrig

Bei einem zu niedrigen Härtegrad ist die Matratze zu weich. Das beeinflusst nicht nur den Schlafkomfort, sondern wirkt sich auch auf die Position der Wirbelsäule aus. Das Becken sinkt zu tief in die Matratze und lässt somit die Wirbelsäule durchhängen. Rückenschmerzen und besonders Bandscheibenbeschwerden sind die Folge. Spätestens dann sollte man zu einem höheren Härtegrad wechseln.

Härtegrad zu hoch

Ein zu hoher Härtegrad führt langfristig ebenfalls zu Problemen mit der Wirbelsäule. Da der Schulterbereich auf der Matratze nicht einsinken kann, krümmt sich die Wirbelsäule. Die Folge sind Verspannungen im Schulterbereich. Es können sich sogar unangenehme Druckstellen bilden, die zu Durchblutungsstörungen führen.

Was kann man tun, wenn die Matratze trotz Probeliegen auf Dauer doch zu weich oder zu hart ist und nicht den ersehnten Schlafkomfort bietet? Falls man die Matratze nicht wechseln möchte, kann man mit einem geeigneten Lattenrost ein wenig mehr Komfort herbeiführen. Verstellbare Lattenroste erzeugen verschiedene ergonomische Zonen, um das Liegegefühl entweder weicher oder härter zu gestalten.

Für den Fall, dass zwei Partner unterschiedliche Liegeeigenschaften wünschen, aber auf eine gemeinsame Matratze nicht verzichten wollen, gibt es auch sogenannte Partnermatratzen. Hier sind die Matratzenkerne in einem zusätzlich angebrachten Bezug voneinander getrennt. Ansonsten schaffen praktische Matratzentopper Abhilfe. Alternativ können zwei separate Matratzen auch durch eine sogenannte Liebesbrücke miteinander verbunden werden.

Matratzenarten

Kaltschaummatratzen

Der Kaltschaumkern ist durch Einschnitte in verschiedene Liegezonen unterteilt. Häufig werden Kaltschaummatratzen mit 7 Liegezonen angeboten. Man sollte darauf achten, solche Modelle alle 2 Monate zu wenden, um deren Lebensdauer zu verlängern. Der Körper passt sich umso besser der Matratze an, je höher der Kern ist. Das Liegegefühl auf Kaltschaummatratzen ist mittelweich bis mittelfest. Der Kaltschaum stützt vor allem den schwereren Becken- und Schulterbereich sehr gut. Diese Art von Matratze eignet sich auch für unruhige Schläfer, die nachts oft ihre Liegeposition wechseln. Auch Personen mit Rückenbeschwerden sollten dieses Material bevorzugen. Kaltschaummatratzen sind sehr langlebig und gut für Allergiker geeignet. Als Gästebett sind sie dank des geringen Gewichts die optimale Wahl. Für Personen, die zu starkem Schwitzen neigen, ist dieses Material aufgrund der hohen Wärmespeicherung ungeeignet.

Die Vorteile von Kaltschaummatratzen
  • hohe Punktelastizität: Kaltschaummatratzen passen sich optimal den Körperkonturen an.
  • hohe Wärmeisolation: besonders geeignet für Personen, die nachts frieren
  • gutes Rückstellungsverhalten: Kaltschaum passt sich sehr schnell an neue Liegepositionen an.
  • gute Luftzirkulation und Feuchtigkeitsaustausch: Feuchtigkeit wird schnell abtransportiert, was ein optimales Schlafklima gewährleistet.
  • hohe Lebensdauer: Kaltschaummatratzen behalten ihre ursprüngliche Form auch nach jahrelanger Benutzung bei. Dadurch entstehen keine lästigen Liegekuhlen.
  • geräuschlos: Bei Wechsel der Liegeposition sind keine störenden Geräusche wahrzunehmen.
  • geringes Gewicht: Durch ihr besonders geringes Gewicht sind diese Matratzen leichter zu transportieren und nehmen auch durch Zusammenfalten keinen Schaden.
  • für Allergiker geeignet: Milbenbefall kommt nur sehr selten vor
Die Nachteile von Kaltschaummatratzen
  • Aufgrund der guten Wärmeisolation sind Kaltschaummatratzen für Personen, die zu starkem Schwitzen neigen, nicht geeignet.
  • Nach dem Kauf kann Kaltschaum einige Tage lang unangenehm riechen, was durch das Herstellungsverfahren bedingt ist. Durch gutes Lüften kann dieser Nachteil schnell ausgeglichen werden.
  • Kaltschaummatratzen erfordern als federnde Unterlage einen Lattenrost.
  • Das Material ist leicht entflammbar. Es sollten daher unbedingt feuerhemmende Matratzenbezüge verwendet werden.

Latexmatratzen

Bei der Herstellung von Latexmatratzen muss zwischen Naturlatex (Kautschuk) und synthetischem Latex unterschieden werden. Zu bevorzugen sind Naturlatexmatratzen, da sie eine höhere Punktelastizität haben und somit eine bessere Stütze für den Körper bieten. Durch unterschiedliche Lochstärken im Kern werden Latexmatratzen in Liegezonen unterteilt. Personen mit Rücken- und Gelenksbeschwerden wählen häufig eine Latexmatratze. Hervorzuheben ist, dass diese besonders hygienisch und daher für Allergiker gut geeignet sind. Für Seiten- und Bauchschläfer bieten sie einen hohen Schlafkomfort.

Die Vorteile von Latexmatratzen
  • Das Liegegefühl ist weich und lässt den Körper daher relativ tief einsinken. Diese Eigenschaft stellt allerdings kein Problem dar, da Latex sich dem Körper bei jeder Bewegung exakt anpasst.
  • Die hohe Punktelastizität gewährleistet dem Körper eine gute Stütze. Allerdings sollte eine Latexmatratze 5 Zonen und eine etwas größere Kernhöhe aufweisen, um diese Aufgabe optimal zu erfüllen.
  • Langlebigkeit: Mit der richtigen Pflege und Reinigung sind Latexmatratzen äußerst langlebig.
  • Hausstaubmilben haben auf Latex schlechte Überlebensbedingungen. Für Allergiker ist das Material daher bestens geeignet.
  • gutes Rückstellungsverhalten: Nach einem Wechsel der Liegeposition passt sich Latex sofort der Körperkontur erneut an.
  • geräuschlos: Beim Umdrehen entstehen auf einer Latexmatratze keine störenden Geräusche.
Die Nachteile von Latexmatratzen
  • Das relativ hohe Gewicht von Latexmatratzen sollte beim Kauf berücksichtigt werden. Man sollte sie nämlich alle 2 Monate wenden, um eine gleichmäßige Belastung des Latexkerns sicherzustellen. Für ältere Personen sind diese daher nur bedingt geeignet.
  • Beim Kauf werden die Verbraucher häufig nicht auf den Unterschied zwischen Naturlatex und synthetischem Latex aufmerksam gemacht. Synthetische Latexmatratzen haben keine so gute Stützfunktion wie Matratzen aus Naturkautschuk und weisen auch eine geringere Punktelastizität auf. Aus diesem Grund sind Matratzen aus Kautschuk wesentlich teurer.
  • Regelmäßige Pflege ist bei Latexmatratzen unabdingbar, um Hygiene und Langlebigkeit zu gewährleisten.

Viskoelastische Matratzen

Die Vorteile viskoelastischer Materialien hat sich ursprünglich die Raumfahrt zunutze gemacht, um den Astronauten den Raketenstart erträglicher zu gestalten. Eine viskoelastische Matratze enthält im Kern verschiedene Schichten aus Viskoschaum, die mit einer Schaumstoffplatte verschweißt sind. Beschichtet wird diese ein- oder beidseitig mit Viskoschaum. Diese Matratzen zeichnen sich durch eine optimale Anpassungsfähigkeit aus. Der sogenannte “Memory Effekt” ist typisch für viskoelastisches Material. Der Schaum erwärmt sich und umschließt den Körper wie eine zweite Haut. Das Gefühl, wie auf Wolken zu schweben, stellt sich leicht zeitverzögert ein. Wer unter Durchblutungsstörungen, Rückenschmerzen und Bandscheibenbeschwerden leidet, greift deshalb gern zu diesem Produkt. Das Liegegefühl ist, je nach Höhe der viskoelastischen Auflage, von sehr weich bis mittelweich. Der Körper sinkt daher relativ tief ein. Die Raumtemperatur sollte mindestens 18 °C betragen, da die Matratze andernfalls zu hart ist und der Viskoschaum sich nicht optimal anpassen kann.

Die Vorteile von viskoelastischen Matratzen
  • sehr komfortables Liegegefühl
  • hohe Punktelastizität
  • geräuschlos
  • hohe Lebensdauer
  • druckentlastend: Jeder Körperbereich wird optimal umfangen.
  • geeignet für Allergiker
Die Nachteile von viskoelastischen Matratzen
  • Das relativ hohe Gewicht von Latexmatratzen sollte beim Kauf berücksichtigt werden. Man sollte sie nämlich alle 2 Monate wenden, um eine gleichmäßige Belastung des Latexkerns sicherzustellen. Für ältere Personen sind diese daher nur bedingt geeignet.
  • Beim Kauf werden die Verbraucher häufig nicht auf den Unterschied zwischen Naturlatex und synthetischem Latex aufmerksam gemacht. Synthetische Latexmatratzen haben keine so gute Stützfunktion wie Matratzen aus Naturkautschuk und weisen auch eine geringere Punktelastizität auf. Aus diesem Grund sind Matratzen aus Kautschuk wesentlich teurer.
  • Regelmäßige Pflege ist bei Latexmatratzen unabdingbar, um Hygiene und Langlebigkeit zu gewährleisten.

Federkernmatratzen

Bei den Federkernmatratzen handelt es sich um einen Kern aus miteinander verbundenen Metallfedern, der mit einer Polsterung umgeben ist. Anhand unterschiedlicher Drahtstärken und abhängig von der Federspannung werden die Matratzen in Liegezonen unterteilt. Je nach Art des Federkerns gibt es drei Typen: Taschenfederkern, Tonnentaschenfederkern und Bonellfederkern. Die Unterschiede beziehen sich auf Form und Anzahl der Metallfedern. Alle Modelle weisen eine gute Atmungsaktivität auf. Das Liegegefühl ist eher fest, da man auf Federkernmatratzen kaum einsinkt.

Die Vorteile von Federkernmatratzen
  • gute Luftzirkulation und dadurch angenehmes Schlafklima
  • formstabil
  • hohe Lebensdauer
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • geeignet für Personen, die stark schwitzen
  • braucht keinen aufwendigen Lattenrost
Die Nachteile von Federkernmatratzen
  • fehlende Punktelastizität
  • anfällig für Milbenbefall
  • nicht für Allergiker geeignet
  • Geräuschbildung möglich
  • Kuhlenbildung bei Matratzen mit geringer Federanzahl
  • Schwer

Bonellfederkernmatratzen

Dieses Modell besteht im Kern aus spiralförmigen Metallfedern und ist aufgrund der geringen Anzahl an Federn nur für Personen mit geringem Körpergewicht geeignet. Durch die spezielle Verarbeitungsweise sind Bonellfederkernmatratzen sehr langlebig. Eine gute Luftzirkulation verhindert, dass übermäßig Feuchtigkeit in den Kern eindringt. Ein weiterer Pluspunkt besteht im optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis und dem problemlosen Transport, da die Matratze ein geringes Eigengewicht aufweist. Bonellfederkernmatratzen sind allerdings für Personen mit Wirbelsäulenbeschwerden nicht zu empfehlen, da sie durch die fehlende Punktelastizität den Körper nicht ausreichend stützen. Geräuschbildung ist beim Positionswechsel möglich, da die Matratze nachschwingt.

Die Vorteile von Bonellfederkernmatratzen
  • sehr langlebig
  • günstig in der Anschaffung
  • leicht
  • einfacher Lattenrost ausreichend
  • gute Atmungsaktivität
Die Nachteile von Bonellfederkernmatratzen
  • nur für Personen mit geringem Körpergewicht
  • Geräuschbildung möglich
  • keine orthopädische Stütze des Wirbelsäulenbereichs

Taschenfederkernmatratzen

Im Vergleich zur Bonellfederkernmatratze ist dieses Modell hochwertiger. Hunderte Stahlfedern werden einzeln in Stofftaschen verschweißt und sind daher im Liegen nicht zu spüren. Dadurch wird auch einer Geräuschbildung vorgebeugt. Eine hohe Punktelastizität stützt optimal schwerere Körperbereiche wie Schultern und Gesäß und passt sich den Körperkonturen gut an. Je mehr Stahlfedern vorhanden sind, umso höher ist die Punktelastizität. Personen, die zu starkem Schwitzen neigen, werden Taschenfederkernmatratzen aufgrund der fehlenden Wärmespeicherung empfohlen. Überschüssige Feuchtigkeit kann dank einer guten Luftzirkulation schnell entweichen und beugt Schimmelbildung vor. Nachteilig wirkt sich jedoch das hohe Gewicht beim Transportieren und Wenden der Matratze aus.

Die Vorteile von Taschenfederkernmatratzen
  • hohe Punktelastizität
  • hoher Liegekomfort
  • hygienisch
  • benötigen keinen speziellen Lattenrost
  • geräuschfrei
  • formstabil
  • sehr gute Luftzirkulation
Die Nachteile von Taschenfederkernmatratzen
  • nicht geeignet für frierende Personen
  • schwer
  • relativ teuer

Tonnentaschenfederkernmatratzen

Unter den Federkernmatratzen ist dieser Typ qualitativ am hochwertigsten. Spezielle Stahlfedern mit einer charakteristischen Wölbung im mittleren Bereich erhöhen die Flexibilität und ermöglichen eine orthopädisch optimale Stütze für die gesamte Wirbelsäule. Auch hier gilt: Je mehr Federn der Kern besitzt, umso größer ist die Punktelastizität. Wer zu starkem Schwitzen neigt, ist mit diesem Modell wegen der geringen Wärmespeicherung gut bedient. Schadstoffarme Materialien bei der Herstellung kommen Allergikern zugute. Allerdings macht sich auch bei der Tonnentaschenfederkernmatratze das hohe Eigengewicht beim Transport und beim Wenden nachteilig bemerkbar.

Die Vorteile von Tonnentaschenfederkernmatratzen
  • optimale orthopädische Stütze der Wirbelsäule
  • sehr hoher Liegekomfort
  • schadstoffarm
  • durch Beschichtung mit Winter- und Sommerseite für stark schwitzende und frierende Personen gleichermaßen geeignet
  • für jede Art von Lattenrost geeignet
  • geräuschfrei
  • für Allergiker geeignet
Die Nachteile von Tonnentaschenfederkernmatratzen
  • Tonnentaschenfederkernmatratzen sind relativ schwer im Vergleich zu anderen Matratzen
  • Tonnentaschenfederkernmatratzen sind zudem auch meist relativ teuer

Augen auf beim Matratzenkauf!

Das solltet Ihr beim Kauf einer Matratze beachten:

Recherche

Wer gut informiert ist, kann böse Überraschungen vermeiden. Ausführliche Informationen findet Ihr vor allem online. Schaut Euch Matratzenratgeber wie welche-matratze-kaufen.de an. Wer keine Lust hat, viel zu lesen, kann auch direkt ins Matratzenfachgeschäft seines Vertrauens und die dortigen Matratzenberater mit Fragen löchern. Sinnvoll ist auf jeden Fall, verschiedene Matratzenhändler aufzusuchen und miteinander zu vergleichen, auch wenn man die neue Matratze später online kauft und nicht vor Ort.

Probeliegen

Auch wenn man sich an Härtegraden oder anderen Matratzeneigenschaften orientieren kann, ist das Probeliegen vor dem Kauf einer Matratze immer zu empfehlen. Nur so kann man vor dem Matratzenkauf feststellen, ob die Matratze geeignet ist oder nicht. Wenn Ihr also die Möglichkeit habt, Matratzen Probe zu liegen, macht es!

Preisfalle

Wenn es darum geht, Kunden anzulocken, sind viele Matratzenhändler erfinderisch. Spektakuläre Matratzenangebote und Preisreduzierungen wie etwa bei einem Matratzenausverkauf solltet Ihr genau nachprüfen. Das gilt insb. auch für Streichpreise, da sie bei manchen Matratzenhändlern häufig teurer sind, als der ursprüngliche Preis bei der Konkurrenz. Also Vorsicht!

Lattenrost

Der Kauf einer Matratze erfordert nicht zwangsläufig den Einsatz eines neuen Lattenrosts, wobei ein guter Lattenrost natürlich auch wichtig ist. In den meisten Fällen kann man den alten Lattenrahmen problemlos weiternutzen. Gute Matratzenberater werden auf diesen Umstand aufmerksam machen.

Garantie & Umtauschrecht

Gute Matratzen sollten nicht schon nach 5 Jahren an Festigkeit verlieren oder andere Defekte aufweisen. 10 Jahre Garantie sollte die neu gekaufte Matratze in jedem Fall haben. Zudem sollte ein kostenloses Umtauschrecht von mindestens 4 bis 6 Wochen nach dem Kauf bestehen.

Herstellersicherheit

Die Herstellersicherheit bei Matratzen ist ein wichtiger Punkt, da viele Matratzenhändler die Herkunft verschleiern, um die Vergleichbarkeit zu erschweren. Insofern sollte man den jeweiligen Matratzenhersteller direkt kontaktieren können. Wenn das nicht möglich ist, sollte man dem ggf. aufgedruckten “Made in Germany” besser misstrauen.

Die richtige Matratze finden

Nur zu gern hätten viele Menschen ein Universalrezept, um sich im Fachgeschäft in Minutenschnelle für die richtige Matratze zu entscheiden. Nur: Was der eine als wohltuende Stütze wahrnimmt, kann der andere als unangenehm hart empfinden. Oder umgekehrt: In einem weichen Bett fühlen sich einige Menschen sehr wohl, während andere sich ärgern, dass sie zu tief in der Matratze einsinken. Neben dem persönlichen Empfinden spielen beim Matratzenkauf vor allem auch folgende Faktoren eine entscheidende Rolle:
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Körpergröße und Gewicht

Unbedingt sollte man die Kaufentscheidung auch auf Grundlage des persönlichen Körperbaus treffen.
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Schlafgewohnheiten

Ist man eher ein ruhiger Schläfer oder jemand, der sich viel dreht? Bauch- und Rückenschläfer haben andere Ansprüche als Seitenschläfer.
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Wärmeempfinden

So brauchen etwa Personen, die nachts gern frieren, eine Matratze mit guter Wärmespeicherung.
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Gesundheitliche Beschwerden

Besonders Personen mit Rückenschmerzen sollten auf eine sehr gute fachliche Beratung Wert legen, um das richtige Modell zu wählen.
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Allergien

Nicht jede Matratze eignet sich für Allergiker. Selbst an der bequemsten Matratze haben Allergiker keine Freude, wenn sie für Milbenbefall anfällig ist.
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Preis-Leistungs-Verhältnis

In diesem Punkt sollte man sich genau informieren. Nicht immer muss eine günstige Matratze qualitativ minderwertig sein. Umgekehrt können Modelle aus der preislichen Mittelklasse hervorragende Eigenschaften aufweisen.
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Gewicht

Ältere oder zierliche Personen sollten darauf besonders achten. Eine schwere Matratze zu transportieren und zu wenden kann mitunter sehr beschwerlich sein.

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